Umweltministerium – Roadmap Energiepolitik 2020
Das Bundesumweltministerium hat mit der Roadmap 2020 ein Konzept zur Energiepolitik der kommenden Jahre vorgestellt. Der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromversorgung soll bis zum Jahre 2020 auf über 30 Prozent ausgebaut, sowie der Atomausstieg wie geplant umgesetzt werden.
Matthias Machnig, Staatsekretär im Umweltministerium will sich zudem für effizientere fossile Kraftwerke einsetzen. Der fossile Wärmebedarf lässt sich laut Machnig durch den stärkeren Einsatz von erneuerbarer Energie sowie durch Maßnahmen in der energetische Gebäudesanierung um ca. 25% bis zum Jahr 2020 senken. Auch im Bereich des Verkehrs sieht Machnig großes Potenzial. Nachhaltige Biokraftstoffe und effiziente Technologien könnten helfen, die Emissionen von Treibhausgasen aus dem Verkehrsbereich bis 2020 um mindestens ein Fünftel zu reduzieren.
Insgesamt bestätigt das Konzept die Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energiequellen und scheint ein geeigneter Fahrplan für die künftige Stromversorgung des Landes.
Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE), Björn Klusmann ist der Ansicht, der Sektor der regenerativen Energien könnte in den Bereichen Strom, Wärme und auch Kraftstoffe bis zum Jahr 2020 auch deutlich schneller wachsen, als in der Roadmap 2020 vom Bundesumweltministerium angenommen. Der BEE hat in seiner Studie “Stromversorgung 2020″ einen Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix von 47% prognostiziert, währen das Umweltministerium in seiner Roadmap von “bis zu 30%” ausgeht. Insofern bliebe das Konzept im Stromsektor hinter den Möglichkeiten deutlich zurück, so Klusmann. Er ist sich sicher, dass die Branche den Fahrplan des Ministeriums übertreffen wird.
Der BEE fordert daher flexible Kraftwerke, die die Produktion von Windkraft und Solarenergie optimal ergänzen können. Zudem sei die Entwicklung und der Ausbau von geeigneten Speichermöglichkeiten für Strom ein wichtiger Baustein. Großkraftwerke seien hierfür zu unflexibel und behinderten die notwendigen Entwicklungen zu Lasten der erneuerbaren Energien.

