Hohe Strom Versorgungssicherheit in Deutschland

Die Stromversorgung für den Endverbraucher ist in Deutschland zuverlässiger geworden. Die Bundesnetzagentur berichtet, im Jahre 2007 lag die durchschnittliche Nichtverfügbarkeit von Strom bei 19,25 Minuten je Verbraucher. Die Netzbetreiber sind gesetzlich verpflichtet, die Bundesnetzagentur über alle in seinem jeweiligen Netz aufgetretenen Unterbrechungen zu unterrichten. 858 Netzbetreiber haben im Jahre 2007 insgesamt 236.000 Versorgungsunterbrechungen gemeldet. Jeder Bericht gibt Auskunft über die Ursache des Ausfalls, sowie über dessen Zeitpunkt und Dauer.

International werden Unterbrechungen in der Stromversorgung mit einem sog. SAIDI-Wert gemessen. Dies steht für System Average Interruption Duration Index. Der Wert gibt die “durchschnittliche Versorgungsunterbrechung in Minuten je angeschlossenem Verbraucher” an.

Im Jahr 2006 lag dieser Wert noch bei knapp über 21,5 Minuten und sank in 2007 um 10,6% auf 19,25 Minuten. Damit steht Deutschland im europäischen Vergleich gut da, in Österreich liegt dieser Wert bei über 45 Minuten, in den Niederlanden immerhin noch bei gut 33 Minuten.

Berücksichtigt werden bei der Ermittlung des Wertes jedoch nur ungeplante Unterbrechungen, die länger als drei Minuten dauern. Zudem müssen etwa atmosphärische Einwirkungen, Einwirkungen Dritter, Störungen aus anderen Stromnetzen oder andere Störungen die Ursache für die Unterbrechung sein und in die Zuständigkeit des jeweiligen Netzbetreibers fallen.

Bezieht man auch Stromausfälle mit ein, deren Ursache “Höhere Gewalt” war, lag der Wert in 2007 bei über 35 Minuten. Diese Erhöhung ist zum größten Teil auf die Schäden an den Stromnetzen durch den Orkan Kyrill im Januar 2007 zurückzuführen.