Merkel für deutsche Netzgesellschaft

Für eine Zusammenlegung der deutschen Stromnetze und der Gasnetze hat sich jetzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgesprochen. Vor dem Wirtschaftsrat der Union sagte Merkel, an einer solchen Netzgesellschaft müsse intensiv gearbeitet werden, nur so könne wieder Investitionssicherheit geschaffen werden.

Angela Merkel machte aber deutlich, dass eine Netzgesellschaft aber auf jeden Fall privat betrieben werden solle. Die bisherigen Betreiber der deutschen Stromnetze hatten eine solche Zusammenlegung überlegt, nachdem die Wettbewerbshüter der EU in Brüssel entsprechenden Druck ausgeübt hatten.
Auch die Verbraucherschutzorganisationen fordern eine Netzgesellschaft seit längerer Zeit, und wollen die Energiekonzerne so dazu bewegen, Wettbewerber nicht länger am Zugang zu den Stromnetzen zu hindern, indem sie zu hohe Durchleitungsgebühren verlangen. Dies verteuert am Ende den Strom für die Verbraucher.

Es bleibt aber abzuwarten, ob einen einzelne Netzgesellschaft für die Verbraucher auch niedrigerer Strompreise bedeutet. Immerhin machen die Gebühren für die Netzdurchleitung einen hohen Anteil an den Stromkosten der Haushalte aus.