E.ON hält an Investitionen in erneuerbare Energien fest

Trotz des geplanten, konzernweiten Sparprogramms bei Energieversorger E.ON sollen nach Unternehmensangaben sech Milliarden Euro in den Bereich der erneuerbaren Energien investiert werden. Dies sagte der Leiter des Ökostrombereichs des Konzerns bereits im Februar der “Financial Times Deutschland”, damit hält E.ON an den geplanten Investitionen in erneuerbare Energien fest.

E.ON will mit dem Sparprogramm bis 2011 seine Kosten um 1,5 Milliarden Euro senken. Der zwischenzeitlich ausgeschiedene E.ON-Chef Wulf Bernotat hatte bereits vor seinem Abschied aus dem Unternehmen angekündigt, Investitionen, die noch nicht umgesetzt sind, zu hinterfragen um damit auf die Wirtschaftskrise zu reagieren.

Ökostromprojekte sind wegen des jüngsten Verfalls der Ölpreise derzeit wenig attraktiv, gerade dort, wo die Einspreisvergütung an die Energiepreise gekoppelt sind, lohnen sich solche Projekte derzeit kaum noch. E.ONs Konkurrent RWE hatte im Februar einen Rahmenvertrag mit dem Windanlagenbauer REpower abgeschlossen, und sich damit ebenfalls zu weiteren Investitionen in Windenergie entschlossen. E.ON plant in der Themse-Mündung derzeit den größten Offshore-Windpark der Welt (London Array) an dem das Unternehmen mit 30% beteiligt ist. Zu einem klaren Bekenntnis zu diesem Projekt war das Unternehmen nicht zu bewegen, man wolle zunächst die Verhandlungen mit den Bauunternehmen abwarten. Das Projekt soll insgesamt knapp 2,8 Milliarden Euro kosten.