Energiesparlampen mit Quecksilber gesundheitlich unbedenklich
Energiesparlampen werden – auch dank des Verbotes von Glühbirnen durch die EU – immer beliebter. Auch wenn Energiesparlampen hochgiftiges Quecksilber enthalten, können Verbraucher weiter bedenkenlos nutzen. Christian Noll, vom Bund für Umwelt und Naturschutz sagte, bei normaler Nutzung von Energiesparlampen besteht keine Gefahr für die Gesundheit der Verbraucher. Nur, wenn die Lampen zerbrechen, besteht eine Gefahr, wenn dabei das Quecksilber austritt.
Quecksilber soll künftig aber komplett verboten werden, darauf verständigten sich im Februar die Umweltminister aus 140 Ländern in Nairobi, Kenia im Rahmen eines Gipfeltreffens der Vereinten Nationen. Die Verhandlungen über ein komplettes Verbot von Quecksilber sollen innerhalb von zwei bis drei Jahren zu einer verbindlichen Regelung führen. Die Industrie ist nun aufgefordert, bis zum Jahr 2012 eine Alternative zur Verwendung von Quecksilber zu finden. Energiesparlampen ohne Quecksilber sind zum heutigen Zeitpunkt nicht erhältlich. Christian Noll empfiehlt den Verbrauchern, bei Energiesparlampen auf Qualität zu achten. Einigen Herstellen ist es gelungen, den Gehalt von Quecksilber auf bis zu drei Milligramm je Lampe zu halbieren.
Als einzige Alternative zu Energiesparlampen bleiben nach dem Verbot der Glühbirne nur noch Halogenlampen der Effizienzklassen B und C, die es aber in Deutschland noch nicht zu kaufen gibt. Die im Handel erhältlichen Halogenlampen verbrauchen deutlich mehr Strom als Energiesparlampen. Ausgediente Energiesparlampen sollten am Besten zu den kommunalen Sammelstellen gebracht werden, damit diese fachgerecht entsorgt werden können. Zudem können die Lampen auch zu Händler zurückgebracht werden. Auf keinen Fall sollten alte Energiesparlampen in den Hausmüll geworfen werden. Bis zu 200kg hochgiftiges Quecksilber gelangt bisher auf diesem Wege jährlich in die Umwelt, allein aus nicht fachgerecht entsorgten Energiesparlampen.

